Utilia

Farbenblindheit-Simulator

Kostenloser Farbenblindheit-Simulator. Sehen Sie jedes Bild mit Protanopie, Deuteranopie, Tritanopie, deren schwächeren Formen oder Achromatopsie.

Ansicht

So verwenden Sie den Farbenblindheit-Simulator

  1. Ziehen Sie ein Bild auf die Ablagefläche oder klicken Sie darauf, um eine Datei auszuwählen (JPG, PNG, WebP, GIF …). Alternativ lädt Beispielbild verwenden eine Testtafel mit Farbtönen und leicht verwechselbaren Farbpaaren.
  2. Wählen Sie die Art der Farbsehschwäche: Protanopie, Deuteranopie, Tritanopie, deren schwächere Formen Protanomalie, Deuteranomalie und Tritanomalie oder Achromatopsie.
  3. Bei den drei Anomalien stellen Sie die Ausprägung zwischen 10 % und 90 % ein.
  4. Wählen Sie eine Ansicht: Nebeneinander zeigt Original und simuliertes Bild nebeneinander; Schieberegler legt beide übereinander, sodass Sie die Trennlinie über das Bild ziehen können.
  5. Klicken Sie auf Simuliertes Bild herunterladen, um das Ergebnis als PNG zu speichern.

Das Bild verlässt Ihr Gerät nicht: Es wird in Ihrem Browser gelesen und verarbeitet. Sehr große Bilder werden auf 1.600 Pixel an der längsten Seite verkleinert, damit die Simulation schnell bleibt.

Die Formen der Farbenblindheit

Normales Farbsehen beruht auf drei Arten von Zapfen, die für lange (L, „Rot“), mittlere (M, „Grün“) und kurze (S, „Blau“) Wellenlängen empfindlich sind.

  • Protanopie und Protanomalie: Die L-Zapfen fehlen oder sind verschoben. Rot wirkt dunkler und wird mit Grün- und Brauntönen verwechselt. Jede der beiden Formen betrifft etwa 1 % der Männer.
  • Deuteranopie und Deuteranomalie: Die M-Zapfen fehlen oder sind verschoben. Die Deuteranomalie ist mit Abstand die häufigste Farbsehschwäche und betrifft rund 5 % der Männer europäischer Herkunft; Rot, Orange, Gelb und Grün sind dann schwer zu unterscheiden.
  • Tritanopie und Tritanomalie: Die S-Zapfen sind betroffen. Blau und Grün sowie Gelb und Rosa werden verwechselt. Sie ist selten (deutlich unter 0,1 %) und betrifft Männer und Frauen gleichermaßen.
  • Achromatopsie (Stäbchenmonochromasie): Keine funktionierenden Zapfen, die Welt erscheint in Grautönen, oft verbunden mit Lichtempfindlichkeit. Etwa 1 von 30.000 Menschen ist betroffen. Die Simulation zeigt nur die Luminanz des Bildes.

Insgesamt hat ungefähr jeder 12. Mann und jede 200. Frau eine Form der Rot-Grün-Sehschwäche.

So funktioniert die Simulation

Das Tool nutzt das physiologisch begründete Modell von Machado, Oliveira und Fernandes (2009), „A Physiologically-based Model for Simulation of Color Vision Deficiency“, IEEE Transactions on Visualization and Computer Graphics 15(6). Die Autoren veröffentlichten je eine 3 × 3-Matrix pro Sehschwäche und pro Ausprägung von 0 bis 1 in Schritten von 0,1. Das Tool verwendet für die „‑opien“ die Ausprägung 1 und interpoliert für die Anomalien zwischen den veröffentlichten Stufen.

Diese Matrizen gelten für lineares RGB. Jedes Pixel wird deshalb von sRGB in lineares Licht umgerechnet, mit der Matrix multipliziert, begrenzt und wieder in sRGB kodiert. Wendet man die Matrizen direkt auf gammakodierte Werte an, wie es viele schnelle Filter tun, wird Rot viel zu dunkel. Die Achromatopsie verwendet die Standard-Luminanzgewichte von sRGB (0,2126, 0,7152, 0,0722).

Eine Simulation ist eine Annäherung. Farbsehen ist von Mensch zu Mensch verschieden, und ein Bildschirm kann nicht exakt zeigen, was jemand anderes wahrnimmt. Nutzen Sie sie, um Probleme zu finden, und prüfen Sie das Ergebnis wenn möglich mit echten Nutzern.

Tipps für farbenblindenfreundliches Design

  • Verlassen Sie sich nie nur auf Farbe: Ergänzen Sie Beschriftungen, Symbole, Muster oder Unterstreichungen.
  • Vermeiden Sie Rot/Grün für Gut/Schlecht-Zustände; Blau/Orange ist deutlich sicherer.
  • Halten Sie einen klaren Helligkeitsunterschied zwischen Farben, die unterscheidbar sein müssen. Prüfen Sie das mit Achromatopsie: Sehen zwei Flächen gleich grau aus, haben viele Menschen Schwierigkeiten.
  • Testen Sie Diagramme, Karten, Status-Badges und Fehlermeldungen in Formularen, nicht nur Fotos.

Häufige Fragen

Welche Form sollte ich zuerst testen?

Deuteranomalie und Deuteranopie, weil sie am häufigsten sind, danach Protanopie. Besteht Ihr Design diese Tests und die Tritanopie, funktioniert es für die meisten Menschen.

Was ändert die Einstellung Ausprägung?

Sie legt fest, wie stark die betroffenen Zapfen im Machado-Modell verschoben sind: 10 % ist kaum sichtbar, 90 % liegt nahe an der vollständigen Dichromasie. Die Dichromasien (die „‑opien“) verwenden immer 100 %.

Ist die Simulation medizinisch genau?

Sie beruht auf einem vielzitierten wissenschaftlichen Modell, ersetzt aber keine Diagnose. Bildschirmkalibrierung, Beleuchtung und individuelle Unterschiede beeinflussen, was ein Mensch sieht.

Kann ich damit eine Website prüfen?

Machen Sie einen Screenshot der Seite und ziehen Sie ihn in das Tool. So prüfen Sie ganze Layouts, Diagramme und Buttons auf einmal.

Wird mein Bild hochgeladen?

Nein. Das Bild wird lokal in Ihrem Browser mit einem Canvas dekodiert und verarbeitet; nichts wird an einen Server gesendet.